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Rekrutierung von Arbeitskräften aus Kenia nach Deutschland – eine Chance für die europäische HoReCa-Branche

Rekrutierung von Arbeitskräften aus Kenia nach Deutschland – eine Chance für die europäische HoReCa-Branche

Noch vor einigen Jahren träumte ein junger Koch aus Nairobi vor allem von einer Arbeit in einem Hotel in Kenia oder in Ländern des Nahen Ostens. Heute ist Deutschland immer häufiger sein Ziel. Gleiches gilt für Kellner und Hotelangestellte, die durch legale Migrationsprogramme in die europäische HoReCa-Branche gelangen. Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels in Europa stellt sich daher die Frage: Kann Afrika, und speziell Kenia, die Antwort auf die europäische Arbeitskräftekrise sein?

Warum gerade Kenia?

Kenia ist ein Land mit einer jungen Bevölkerung, einem dynamisch wachsenden beruflichen Bildungssystem und guten Fremdsprachenkenntnissen – insbesondere in Englisch, was ein großer Vorteil auf dem europäischen Arbeitsmarkt ist.

Nicht zufällig haben Deutschland Kenia als einen der wichtigsten Migrationspartner ausgewählt. Das unterzeichnete Abkommen ermöglicht die legale Beschäftigung kenianischer Arbeitskräfte und erfüllt gleichzeitig die realen Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes.

Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit gehört die HoReCa-Branche seit Jahren zu den Sektoren mit dem größten Arbeitskräftemangel – es fehlen etwa 150.000 Personen. Im Jahr 2025 wurden knapp 3.000 Arbeitsvisa für Bewerber aus Kenia ausgestellt, und diese Zahl steigt jährlich durchschnittlich um 20–25 %.

HoReCa-Branche – wo fehlen die meisten Arbeitskräfte?

Der größte Mangel besteht bei:

  • Köchen,
  • Küchenhilfen,
  • Kellnern,
  • Hotelangestellten.

Die sich ändernden beruflichen Erwartungen der Europäer führen dazu, dass die HoReCa-Branche immer häufiger mit Personalengpässen konfrontiert ist. Hier erweisen sich Kandidaten aus Kenia als unschätzbare Unterstützung.

Profil des idealen kenianischen Mitarbeiters

Kenianische Arbeitskräfte sind in der Regel:

  • Jung, mit erster Berufserfahrung oder fachlicher Ausbildung,
  • Sowohl finanziell als auch entwicklungsorientiert motiviert,
  • Bereit, die Sprache zu lernen, das Land zu wechseln und unter verschiedenen Bedingungen zu arbeiten.

Ihre Mentalität lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: „Ich möchte lernen, Erfahrungen sammeln und mich weiterentwickeln.“

Sprache als Schlüssel zum Erfolg

Obwohl Englisch ein großer Vorteil ist, verlangen deutsche Arbeitgeber Deutschkenntnisse auf A2–B1-Niveau. Kenianische Bewerber nehmen oft noch vor der Abreise an intensiven Sprachkursen teil. Sprachkenntnisse sind nicht nur für die Arbeit, sondern auch für die soziale Integration entscheidend.

Rekrutierungsprozess Schritt für Schritt

Die Rekrutierung umfasst:

  • Auswahl der Kandidaten in Kenia,
  • Vorstellungsgespräche (oft online),
  • Überprüfung von Qualifikationen und Erfahrung,
  • Vorbereitung der Visa- und Arbeitsdokumente,
  • Unterstützung vor und nach der Ankunft in Deutschland.

Rolle der Arbeitsvermittlungsagenturen – Beispiel EU WORKERS

Agenturen wie EU WORKERS verbinden die Bedürfnisse der Arbeitgeber mit den Kompetenzen der Kandidaten aus Kenia. Sie sorgen für:

  • Rechtmäßige Beschäftigung,
  • Klare Bedingungen,
  • Minimierung von Risiken für beide Seiten.

Erfolgsbeispiel: Schweißer aus Kenia arbeiten seit 2 Jahren mit MAG-Technologie bei einem Kunden in Frankreich, haben zahlreiche Schulungen durchlaufen, und der Arbeitgeber plant, jedes Jahr weitere Kandidaten einzustellen.

Vorteile für Deutschland und Kenia

Für Deutschland:

  • Ausgleich des Fachkräftemangels,
  • Stabilität im HoReCa-Sektor,
  • Steigerung der Servicequalität,
  • Multikulturelle Teams.

Für kenianische Bewerber:

  • Legale Arbeit und stabile Einkommen,
  • Möglichkeit eines langfristigen Aufenthalts,
  • Berufliche Weiterentwicklung und Erwerb europäischer Erfahrung,
  • Wissens- und Kompetenztransfer in das Herkunftsland.

Herausforderungen

  • Kulturelle Barrieren,
  • Heimweh,
  • Unterschiede im Arbeitsstil,
  • Arbeitsdruck und Tempo in Europa.

Arbeitsmigration – ein „Win-Win“-Modell

Die Zusammenarbeit zwischen Europa und Kenia zeigt, dass legale Migration beiden Seiten greifbare Vorteile bringen kann. Sie ist eine Alternative zur illegalen Arbeit und eine langfristige Lösung für den EU-Arbeitsmarkt.

Kein kurzfristiger Trend

Mehr zu diesem Thema gibt es im DW Africa-Beitrag: DW Africa – link

Es lohnt sich, diesen Migrationsweg zu beobachten, da es sich nicht um einen kurzfristigen Modetrend handelt, sondern um einen langfristigen Trend, der den europäischen Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren prägen wird.